Aaaaaah. Der süße Duft von Feiertagen liegt noch in der Luft und mein erster offizielle Urlaubstag ist knapp vorbei. Zeit, ein wenig über die letzten Tagen zu sprechen und die folgenden zu bedenken.
Der 23. Dezember war bittersüß, denn es war mein letzter Schultag für dieses Jahr mit dem pompösen Ende einer Tontechnikklausur. Habe ich schon erwähnt, dass ich mich sehr schwer mit Tontechnik tue? Natürlich verstehe ich ja, dass wir in einer großen Welt der physikalischen Einflüsse leben und ich begreife auch wie das ganze funktioniert. Aber sobald es um die Berechnung bestimmter Themen geht, schaltet mein Hirn sich ab, egal wie sehr ich dagegen ankämpfe. Im Kurzzeitgedächtnis ist es logisch, aber schon wenig später verstehe ich es nicht mehr. Wenn jemand einen guten Tontechniknachhilfelehrer kennt, soll mir Bescheid geben
Die Schule endete und ich durfte mich schon durch die “Vorzüge” des aktuellen Wetters kämpfen. Kalter Schneeregen prasselte auf meinen Rücken, während mein Gesicht unter mehreren Schichten von Kapuzen, Mützen und Neoprenmasken geschützt war. Es waren nur noch wenige Stunden bis zum 24. und somit bereitete ich mich auf weiße Weihnachten ein.
24. Dezember – White Day of Doom
Wer hätte gewusst, dass Weihnachten so weiß wird? Ohne meine Liebste machte ich mich am frühen Mittag auf den Weg von Kerpen nach Königsdorf. Ich war recht optimistisch, die Straßen Kerpens und Umgebung waren soweit gut freigeräumt und dementsprechend dachte ich, dass die Stadt Frechen selben Service zu bieten hat. Wie falsch ich lag…
Als ich in meine Siedlung einbog, rief mich zufälliger Weise meine Mutter an und warnte mich davor. Ich hab’ dies natürlich runtergespielt, “Ich bleibe nicht stecken, ich schaffe das…”. Mitnichten. Ich fuhr in unsere Straße, erblickte die Misere, jedoch ohne den Mut zu verlieren.
Dann passierte es: Ich blieb stecken. Alle Versuche waren zwecklos und somit habe ich, mit Hilfe eines Nachbarn, dessen Namen ich nicht mal kenne, mein Wagen freigeschaufelt und ich konnte nach einer Weile weiterfahren, ganze zwei Meter. Selbes Spiel ohne Nachbar und dann habe ich es doch noch geschafft in unsere Auffahrt zu gelangen. Wohlwollend gegenüber der Nachbarschaft wollte ich die Problemecke, in der ich stecken geblieben bin mit meinem Hass vernichten. Drei freigeschaufelte Autos (davon dreimal dasselbe) und eine kaputte Metallschaufel später habe ich das ungetüm doch noch besiegt, mehr oder weniger…





